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2017

Flucht in den Krieg – was Schweizer in die Fremdenlegion trieb

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Aktualisiert am Sonntag, 11. Juni 2017, Sabine Bitter

Sie hinterliessen offene Wunden zu Hause und verbrannte Erde in der Fremde. Tausende Schweizer gingen in die Fremdenlegion – und hatten keine Ahnung, was sie dort erwartete.

Soldaten mit geschultertem Gewehr und weissem Käppi in Einerkolonne im Wüstensand.

Bildlegende: Die Legion als Ausweg aus der Misere: Söldner der französischen Fremdenlegion in den 1950er-Jahren. Getty Images

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 2200 Schweizer dienten zwischen 1946 und 1962 in der französischen Fremdenlegion. Sie kämpften im Indochina- und Algerienkrieg.
  • Die meisten schlossen sich der Legion aus Not an: Sie waren arm, flohen aus Anstalten oder vor dem Gesetz.
  • Im Krieg wurden viele Schweizer zu Tätern, aber auch zu Opfern. Hunderte Schweizer starben in den Kolonialkriegen.

Lesedauer: 15 Minuten

«Ich war enttäuscht über mich und die Welt. Ich wollte weg, ging nach Paris und weiter nach Marseille. Dort habe ich das Plakat der Legion gesehen. Mein Onkel war schon in der Legion gewesen und hatte mir davon erzählt. Da ging ich auch, habe mir aber die Konsequenzen nicht überlegt.»

So erinnert sich ein Berner Legionär 1995 in der Sendung «Quer» des Schweizer Fernsehens an seinen Einsatz in der französischen Fremdenlegion. Er ist einer von vielen Schweizern, die als Freiwillige für Frankreich in die Kolonialkriege nach Indochina (1946-1954) und nach Algerien (1954-1962) zogen.

Sie liessen sich in Marseille nach Nordafrika einschiffen. Im Zentrum der französischen Fremdenlegion in der algerischen Stadt Sidi bel Abbès bekamen sie ihren militärischen Schliff, bevor sie von dort nach Indochina oder in die nordafrikanische Wüste geschickt wurden.

Farbfoto einer Militärparade vor einem Tor mit der Aufschrift "Legion etrangere"

Bildlegende: Parade der Fremdenlegionäre am Eingang zur Kaserne von Sidi bel Abbès 1945. Getty Images

Kofferträger und Kohlenschaufler

Rund 2200 junge Schweizer riskierten damals für Frankreich ihr Leben. Was sie dazu geführt hatte, schildert der Historiker Peter Huber von der Universität Basel in seinem Buch «Fluchtpunkt Fremdenlegion.»

Er hat die Lebensläufe von Rückkehrern untersucht, die sich vor der helvetischen Militärjustiz verantworten mussten. Vor Gericht mussten die Söldner ihr Vorleben ausbreiteten. Denn: Kriegsdienst für eine fremde Nation ist in der Schweiz seit 1928 verboten.

Peter Huber

Porträt

zvg

Peter Huber ist Historiker und arbeitet als Privatdozent an der Universität Basel. Er forscht zur Sowjetunion, zum Spanischen Bürgerkrieg und zum Thema Kriegsfreiwilligkeit.

 

Der Historiker Peter Huber hat stapelweise Gerichtsakten durchforstet und weiss, welche Schweizer Männer sich in die Legion absetzten und ihrer Heimat den Rücken kehrten: Sie waren in der Regel zwischen 20 und 21 Jahre alt und gingen Tätigkeiten nach, die es heute nicht mehr gibt.

So tauchen in den Akten Bezeichnungen wie Kofferträger, Kohlenschaufler, Knecht, Pferdeputzer und Reisender für Staubsauger und Ansichtskarten auf.

«Die beste Armee der Welt»

Die helvetischen Legionäre hatten sich vor ihrem Aufbruch in die Fremde meist nur schlecht und recht über die Runden gebracht.

Nur gerade jeder Fünfte hatte eine Berufslehre im Sack: «Ich hätte gern etwas Rechtes gelernt und wäre gern in der Schweiz geblieben. Sie müssen sich vorstellen: Wenn ein so junger Bursche in die Legion geht und ein so schönes Land wie die Schweiz verlässt, um es einzutauschen gegen heissen Wüstensand, dann macht er das nicht umsonst», erklärte ein ehemaliger Legionär aus dem Thurgau 2002 im Schweizer Fernsehen.

Soldaten mit weissem Käppi liegend in einer Reihe beim Schiessen.

Bildlegende: Soldaten der Fremdenlegion beim Schiesstraining in Algerien 1961. Getty Images

 

Die französische Fremdenlegion

Nach der Gründung der Fremdenlegion 1831 kamen die Söldner vorwiegend in den französischen Kolonien zum Einsatz. Heute ist die Legion 7700 Mann stark, es dienen Soldaten aus 150 Nationen. Sie müssen strenge Auswahlkriterien erfüllen und sich für fünf Jahre verpflichten. Schweizern ist der Dienst in der Legion verboten.

Für manche ungelernte Arbeitskraft dürfte die Idee verlockend gewesen sein, im Ausland für fünf Jahre eine zugesicherte und bezahlte Anstellung zu finden. Zudem hatte die Fremdenlegion einen guten Ruf: Sie galt als Elitetruppe. Manche Söldner sprachen von der «besten Armee der Welt».

Die Legion schlug für sich selbst ganz schön die Werbetrommel. In der Grenzregion zur Schweiz betrieb sie Anlaufstellen, in denen sie Interessierte im Gespräch anwarb.

« Ich war enttäuscht über mich und die Welt. Ich wollte weg. »

 

Ehemaliger Schweizer Söldner

Auch die Plakatpropaganda konnte sich sehen lassen: Da waren schneidige Burschen unter Kokospalmen abgebildet, flankiert von exotischen weiblichen Schönheiten. Oder stramme Kerle in schnittigen Uniformen, angelehnt an Wüstenjeeps, im Hintergrund Kamelkarawanen. Und nicht zu vergessen: angreifende Fallschirmjäger.

Gemaltes Plakat: Mann in Uniform vor einem Strand. Neben ihm eine Boot, in dem zwei junge Frauen mit Blumenschmuck im Haar sitzen.

Bildlegende: Palmenhaine und Südseeromantik: Werbeplakat für die Fremdenlegion. Chronos Verlag/Archiv P. Eggenberger

 

«Dummheit gemacht»

Die Legion – etwas für unerschrockene Kerle mit Flair für Abenteuer: Angesichts dieser attraktiven Bilder dürfte sich mancher junge Bursche der beruflich in Niederbipp, Hinteregg oder Unterentfelden nicht vom Fleck kam, wohl gefragt haben, was er in der Schweiz noch sucht. Umso mehr, als in den 1950er- und 1960er-Jahren mit den Italienern die Konkurrenz auf den Grossbaustellen von Staudämmen, Tunnels und Autobahnen immer grösser wurde.

Soldaten kochen auf offenem Feuer.

Bildlegende: Kochen im Lager: Legionäre in den 1950er-Jahren. Getty Images

Es gab auch andere Gründe, das Weite zu suchen: Jeder vierte Schweizer Legionär machte sich wegen eines laufenden Strafverfahrens aus dem Staub.

Eine Auflistung der Delikte dieser Männer lässt ihre Not erahnen: Der eine hatte Geld aus dem Stubenbuffet der Eltern entwendet, ein anderer ein Velo gestohlen, ein weiterer einen Kiosk aufgebrochen.

Sie waren als Schürzenjäger, als Hausierer ohne Patent oder als Landstreicher unterwegs gewesen, hatten hier eine Frau sitzen gelassen und dort den Unterhalt für ein Kind nicht bezahlt. Viele hatten, wie sie im Rückblick sagten, «eine Dummheit», «einen Blödsinn» gemacht.

Bildlegende: In der Legion wird der verschuldete Pächter Walter Gerwig zu Robert Hanzen. Er flieht später zurück in die Schweiz. Chronos Verlag/Bundesarchiv Bern

Aus der Schweiz entfliehen

Armutsdelikte waren nicht der einzige Grund, weshalb die jungen Schweizer sich als Freiwillige der Auslandstruppe der französischen Armee anschlossen.

Viele von ihnen erlebten auch soziale Ausgrenzung: Vier von zehn Söldnern waren vor ihrem Aufbruch in einem Erziehungsheim «versorgt» gewesen oder «gebessert» worden.

Was manche Fremdenlegionäre nach ihrer Rückkehr in die Schweiz vor dem Militärgericht zu Protokoll gaben, liest sich denn auch als Geschichte einer Flucht vor heimischen Autoritäten und Institutionen: Die einen brachen aus einer «Arbeitserziehungsanstalt» aus. Die anderen flohen vor einem Vormund oder einem gewalttätigen Vater. Ein ehemaliger Fremdenlegionär gab vor Gericht an:

«Am 19. August 1944 entwich ich um 19 Uhr aus der Anstalt Tessenberg. Zahn Willy begleitete mich. Wir trugen unsere Anstaltskleider. Wir beabsichtigten, über die Grenze nach Frankreich zu gehen. Über das weitere Verhalten waren wir uns noch nicht im Klaren. Es war uns vor allem darum zu tun, aus der Schweiz zu entfliehen, damit man uns nicht wieder auf den Tessenberg bringen könnte.»

Untertauchen und verschwinden

Manchmal waren auch Abenteuerlust oder Liebeskummer Grund, die Schweiz zu verlassen. Der Aufbruch in die Legion war für viele junge Schweizer jedenfalls mit der Hoffnung verbunden, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, ein neues Leben anzufangen und eine zweite Chance zu bekommen.

 

Wer sich für die Legion entschied, unterschrieb einen Vertrag für fünf Jahre. Er bekam einen Decknamen und damit eine neue Identität. Nun hörte er auf einen neuen, meist unauffälligen Namen wie Tellenbach, Linder oder Etienne. Der Legionär verschwand für die Angehörigen von der Bildfläche – und war dann mal weg.

Ein Motiv aber habe für den Aufbruch in Frankreichs Kolonialkriege völlig gefehlt, sagt der Historiker Peter Huber: «Bei den Fremdenlegionären spielten politische Überlegungen überhaupt nicht mit.» Dies im Gegensatz zu den Schweizer Freiwilligen, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) gegen das faschistische Regime von Francisco Franco kämpften.

Bildlegende: Marschieren unter Palmen: Soldaten im ostafrikanischen Dschibuti 1959. Getty Images

 

Fahrende Bordelle

Viele der Schweizer Söldner traten ihre Dienste in Indochina und Algerien mit unklaren Vorstellungen an. Sie hätten nicht gewusst, was es bedeute, in einen Krieg zu ziehen, hält der Historiker Peter Huber fest. Er hatte Einblick in Briefe von jungen Männern, die noch eine Verbindung zu ihren Angehörigen zu Hause hatten.

Anfänglich schwärmten sie noch von Ananas und Kokosnuss. Und nicht zuletzt von den Frauen: Die Legion hielt die Soldaten mit fahrenden Bordellen bei Laune.

« Die Kameraden erzählten mir dann in Sidi, wie es tatsächlich zu und her gehe, was sie mit den Arabern machten. »

Schweizer Söldner in Algerien

Im Dschungelkampf und im Wüstengefecht holte sie die Realität bald ein. So schrieb ein junger Mann nach Hause: «Es geht mir sonst ziemlich gut. Nur dass ich nicht geschaffen bin, Leute zu töten, die mir nichts getan haben.»

Ähnlich erging es einem anderen Söldner im Algerienkrieg: «Die Kameraden erzählten mir dann in Sidi, wie es tatsächlich zu und her gehe, was sie mit den Arabern machten, wie sie behandelt werden nach der Gefangennahme. Sie würden mit elektrischem Strom behandelt. Das nahm mir den Goût und die Freude.»

Bildlegende: Söldner 1955 im Ausgang in Saigon. Getty Images


Berichte von Legionären

Töten und Foltern für Frankreich

Schweizer Söldner waren beim Töten und Foltern in Indochina und Algerien dabei. Dies drang im Gerichtssaal bei Prozessen Anfang der 1960er-Jahre durch, auch wenn es nicht das war, was die Richter in erster Linie wissen wollten.

Doch die Presse hörte genau hin, und als die Kriegsverbrechen der Legion in der Schweiz zum Thema wurden, kam es zu einer diplomatischen Verstimmung zwischen der Schweiz und Frankreich. Frankreich passte das nicht, denn auch im eigenen Land kam damals Kritik an den Kolonialkriegen auf.

Die Männer am Fortgehen hindern

Von der Militärjustiz wurde dagegen vor allem beanstandet, dass Schweizer Soldaten in einer fremden Armee gedient hatten. Bundesrat Paul Chaudet, der dem Eidgenössischen Militärdepartement vorstand, wollte diesen Abzug von Männern stoppen.

Er lancierte zusammen mit den kantonalen Erziehungsdirektoren eine Gegenpropaganda. Mit Flugblättern, die sie in Gewerbeschulen verteilen liessen, hofften sie, Jugendliche vor einem Aufbruch in die Fremdenlegion abzuhalten.

Bildlegende: Der ehemalige General Guisan wird bei einem Besuch in Algerien von der Fremdenlegion empfangen. Chronos Verlag/André Guex

Die jungen Söldner, die ihrem Land den Rücken zugekehrt hatten, gehörten in Indochina und Algerien aber nicht nur zu den Tätern, sondern auch zu den Opfern. Mehrere hundert Schweizer Männer haben in den französischen Kolonialkriegen ihr Leben verloren.

« Rückblickend muss ich sagen: Die Kolonialkriege waren nichts wert, sie waren einfach eine Sauerei. »

Ehemaliger Schweizer Söldner

Wer überlebte, liess sich nach der Rückkehr aus der Legion mit einer kleinen Rente in Südfrankreich nieder oder versuchte in der Schweiz einen Neuanfang.

«Eine Sauerei»

Auch nach dem Dienst in der Legion blieb die Vergangenheit präsent. Und mit zeitlicher Distanz wuchs die Kritik auch in den eigenen Reihen. So sagte ein ehemaliger Schweizer Söldner in einer Sendung des Schweizer Fernsehens 1997:

«Rückblickend muss ich sagen: Die Kolonialkriege waren nichts wert, sie waren einfach eine Sauerei. Aber man hatte sich für etwas engagiert. Und dann blieb man dabei. Entweder bis zum bitteren Ende, oder man kam davon

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kontext, 12.6.2017, 9:02 Uhr.

Sendung zu diesem Artikel


Töten und Sterben für ein fremdes Land

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Aktualisiert am Sonntag, 11. Juni 2017, Charles Liebherr

Eine Übung in den Wäldern nahe Nimes.

Bei der Fremdenlegion heuern Männer zwischen 18 und 25 Jahren an. Sie stammen vorwiegend aus Osteuropa, Südamerika und Madagaskar. In Nimes werden die Infanterie-Soldaten auf ihren Einsatz im Ausland vorbereitet. Sie lernen etwa, ein Gelände zu sichern, sich unbemerkt zu bewegen, zu schiessen und im Freien zu überleben. Édouard Elias

Eine Schiessübung während der Ausbildung in Nimes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten vor allem ehemalige Wehrmachtssoldaten und Kriminelle in der Fremdenlegion. Nach dem Algerienkrieg (1954 bis 1962) wurde sie neu gestaltet: Heute werden die Soldaten nur nach einem strengen Auswahlverfahren zugelassen. Das Bild zeigt eine Schiessübung während der Ausbildung in Nimes. Édouard Elias

«Ehre» und «Treue» steht auf dem Stützpunkt der 2. Infanterieregiments in Nimes

«Ehre» und «Treue» prangen als Schriftzug auf der Fassade des Stützpunkts des 2. Infanterie-Regiments in Nimes. Das sind die Leitdevisen der Fremdenlegion. An anderer Stelle steht «Legio Patria Nostra» – die Legion ist unsere Heimat. Édouard Elias

Ein Legionär putzt die Toiletten des Stützpunktes in Nimes.

Die Legionäre leben abgeschottet: Handys sind verboten. Vom Stützpunkt dürfen sie sich höchstens 30 Kilometer weit entfernen – nur mit Erlaubnis und makelloser Uniform. Ihre Ausweise werden symbolisch durch kanadische Pässe ersetzt. Die Legionäre sollen ihre Vergangenheit vergessen, um ein neues Leben in der und für die Fremdenlegion zu beginnen. Édouard Elias

Eine Parade beim Fest der Fremdenlegion.

Das weisse «képi», die Mütze, ist das Erkennungszeichen der Fremdenlegion. Ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg, als Soldaten in den ehemaligen Kolonien sie trugen: Die helle Farbe schützte sie gegen das heisse Klima und die Sonne. Heute müssen die Legionäre die Mütze immer bei sich tragen. Édouard Elias

Eine Nachtübung in den Wäldern von Nimes

Dieses Bild entstand während einer Nachtübung in den Wäldern von Nimes. Hier übernachten die Soldaten tagelang ohne Zelt im Freien – auch bei Regen. Édouard Elias

Auf einem Trainingsgelände bereiten die Soldaten sich auf einen Nahkampf vor.

Auf einem eigens dafür eingerichteten Trainingsgelände bereiten sich die Soldaten auf einen Nahkampf in städtischen Gebieten vor. Édouard Elias

Kurze Pausen während den Übungen werden zur Erholung genutzt.

Während der Ausbildung schlafen die Soldaten nur zwei bis vier Stunden pro Nacht und marschieren täglich rund 40 Kilometer. Dadurch sollen sie lernen, mit ihren Kräften zu haushalten. Jede Minute Pause während den Übungen wird zur Erholung genutzt. Édouard Elias

Am Fest der Fremdenlegion sitzen Soldaten in einer Kriche.

Religion hat in der französischen Armee einen hohen Stellenwert. Viele Offiziere, gerade die ausländischen, kommen aus gläubigen Familien. Dieses Bild entstand am jährlichen «Fest der Fremdenlegion» am 30. April. An diesem Tag fand 1863 das Gefecht von Camerone in Mexiko statt. Es gilt als besonders heldenhafter Einsatz der Fremdenlegion. Édouard Elias

Am Fest der Fremdenlegion findet auch ein Rummel statt.

Am jährlichen «Fest der Fremdenlegion» findet auch ein Jahrmarkt statt. Eingeladen werden Familien und Freunde der Legionäre. Während ihrem Dienst sehen die Legionäre ihre Angehörigen sonst nicht. Das Fest bedeutet einen Abend lang Pause von den Strapazen der Ausbildung. Da wird gewöhnlich auch viel getrunken. Édouard Elias

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Jährlich werben 1500 junge Männer bei der französischen Fremdenlegion an. Viele Anwärter befinden sich in einer Notsituation.
  • Um in die Legion einzutreten, müssen sie harte Tests bestehen. Sie sollen später als Soldaten die harten Einsätze an der Front übernehmen.
  • Wer angenommen wird, bekommt einen neuen Namen und verpflichtet sich, mindestens fünf Jahre lang in der Legion zu dienen.

Lesedauer: 8 Minuten

Im Osten von Paris geht die Sonne auf. Die Fremdenlegion ist in Fontenay-sous-bois im Fort de Nogent einquartiert – hinter einem Erdwall, der 200 Meter breit ist.

Drinnen herrschen organisierte Ruhe und Disziplin. Major Jean-Michel Houssin marschiert durch die Gänge, vorbei an strammstehenden Jünglingen. Sie alle sind Anwärter auf einen Platz in der Fremdenlegion.

Soldaten für die Front

«Wir suchen Kämpfer. Das ist unser Angebot. In der Fremdenlegion suchen wir keine Chauffeure oder Küchenchefs. Wir suchen Kämpfer, die in der ersten Linie stehen», erklärt der Verantwortliche für die Rekrutierung des Nachwuchses.

«Die Anwärter kommen aus der ganzen Welt. Auch mitten in der Nacht. Wir nehmen sie auf – eine Tradition der Legion. Manche bleiben nur ein paar Minuten, andere ihr ganzes Leben.»

Im Büro des Majors

In seinem dunklen Büro angekommen, sinkt Major Houssin in einen abgewetzten Bürostuhl. Hinter ihm weht ein Vorhang in den Farben der Fremdenlegion.

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Édouard Elias: Die Bilder

Édouard Elias: Die Bilder

Edouard Elias

Der französische Fotojournalist Édouard Elias hat für seine Reportage «Patria Nostra» mehrere Wochen mit den Fremdenlegionären verbracht: Während der Ausbildung der Infanteristen in Nimes, und während ihres Einsatzes 2014 in Bambari, Zentralafrika.

 

Auf dem Tisch liegt das dunkelgrüne Béret. An der Wand ein Photo vom Tag, an dem Houssin als Legionär sein «Képi blanc» erhielt. Es ist das Markenzeichen der Legionäre.

Ein Franzose unter Fremden

Houssin ist vor 35 Jahren eingetreten. Ein Franzose in der Fremdenlegion. Es war damals die einzige Möglichkeit, Berufssoldat zu werden.

Er war Beamter der Staatsbahn, fand keinen Tritt im Leben, aber einen neuen Sinn in der Armee. «Es gibt so viele Gründe in die Fremdenlegion einzutreten, wie es Bewerber gibt. Manche haben Liebeskummer, sind enttäuscht von ihrem Leben, andere langweilen sich einfach nur, oder suchen das Abenteuer.»

Hoffnung auf die zweite Chance

Major Houssin nimmt drei Zettel vom Tisch: drei Beispiele von Bewerbern, die einen Platz in der Fremdenlegion suchen. «Ein ehemaliger Sportlehrer, ein Linienpilot, ein Bewerber ohne Berufsabschluss. Ein guter Querschnitt.»

Viele Legionäre suchen eine zweite Chance in ihrem Leben. «Wir sagen immer: Es sind die vom Leben Gezeichneten, vielleicht auch die vom Leben Enttäuschten, die zu uns kommen.»

Drei Bewerbungsrunden haben alle künftigen Legionäre zu überstehen, bis sie unter Vertrag genommen werden. Mindestens fünf Jahre müssen sie dann in der französischen Armee dienen.

Hier schneidet ein Legionär einem anderen die Haare.

Diese Bilder zeigen Soldaten der Fremdenlegion bei ihrem Einsatz in Bambari in der Zentralafrikanischen Republik. Vier Monate bleiben sie hier. Die Tage vergehen mit Patrouillen, Arbeiten am Stützpunkt, Kochen, Sport und Putzen des Gewehrs. Und vor allem: mit Warten. Hier trimmt ein Legionär einem anderen die Haare. Édouard Elias

Eine Patrouille in den Strassen von Bambari.

In den Bürgerkriegs-Regionen in der Zentralafrikanischen Republik sollen die Fremdenlegionäre Gefechte verhindern und den Schutz der Zivilbevölkerung gewähren. Sie ersetzten ein stückweit die Polizei, die hier kaum existiert. In den Strassen von Bambari führen sie alle zwei bis drei Stunden eine Patrouille durch. Édouard Elias

Vom Stützpunkt sieht man auf den Ouaka-Fluss.

Vom Stützpunkt in Bambari, einer Stadt in der Zentralafrikanischen Republik, sieht man auf den Ouaka-Fluss. So friedlich die Landschaft im Morgengrauen aussieht – hier kommt es immer wieder zu bewaffneten Konflikten. Édouard Elias

Keine Explosion, sondern die Landung eines Helikopters wirbelt Staub auf.

Keine Explosion, sondern die Landung eines Helikopters wirbelt Staub auf. Das Bild entstand während der Ankunft eines Kommandanten am Stützpunkt in Bambari. Édouard Elias

nomaden

Vor den Bürgerkriegen fliehen viele Menschen: Die Männer auf diesem Lastwagen sind muslimische Halbnomaden, die häufig als Hirten arbeiten und durch die Gefechte in Bambari ihre Existenzgrundlage verloren haben. Die Fremdenlegionäre sichern ihre Fahrt. Édouard Elias

Ein Legionär und bewohner Bambaris.

Die Beziehung zur Bevölkerung Bambaris ist eher angespannt, es besteht kaum Kontakt. Die Legionäre verlassen den Stützpunkt nur, wenn eine Mission ansteht. Edouard Elias

Soldaten errichten ausserhalb von Bambari ein Camp für die Nacht.

Manchmal dauern Einsätze in entlegenen Gebieten mehrere Tage. Hier errichten Legionäre ausserhalb von Bambari ein Camp für die Nacht und sichern es gegen potenzielle Angriffe ab. Édouard Elias

Ein Solsat während einer Kampfsituation.

Bambari ist eine Kriegsregion, immer wieder kommt es zu Gefechten: Als dieses Foto entstand, versuchte eine Rebellengruppe ein Flüchtlingslager in der Nähe des Stützpunktes anzugreifen. Édouard Elias

Ein Legionär macht beim Überwachen einer Strasse ein kurzes Nickerchen.

Meist besteht der Einsatz aus langen Perioden des Wartens: Auf diesem Bild macht ein Legionär beim Überwachen einer Strasse ein kurzes Nickerchen. Édouard Elias

Ein Legionär auf seinem Feldbett.

Ein Legionär auf seinem Feldbett. «Dieses Bild bringt die ganze Erschöpfung der Soldaten im Kriegsgebiet zum Ausdruck», sagt Fotograf Edouard Elias. Nach ihrem fünfjährigen Dienst sind viele der Legionäre auf psychologische Unterstützung angewiesen. Edouard Elias

Legionäre sind Soldaten am Boden, die sich die Hände schmutzig machen. Die Legionäre sind häufig dort, wo ihre Kollegen in der französischen Armee nicht hingehen wollen, also zuvorderst an der Front. «Wir geben allen die Chance, ihr altes Leben vergessen zu machen. Alle Kameraden in der Legion beginnen bei Null, mit einem neuen Namen. Ohne Vergangenheit.»

Eine Hose und ein Sweatshirt im Tausch für das zivile Leben

Genau das sucht auch Brahima. Er hat wie alle anderen Anwärter auf einen Platz in der Legion eine schwarze Turnhose und ein rotes Sweatshirt erhalten. Das ist noch keine Uniform, aber ein erster Schritt raus aus dem zivilen Leben.

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Die französische Fremdenlegion

Nach der Gründung der Fremdenlegion 1831 kamen die Söldner vorwiegend in den französischen Kolonien zum Einsatz. Heute ist die Legion 7700 Mann stark, es dienen Soldaten aus 150 Nationen. Sie müssen strenge Auswahlkriterien erfüllen und sich für fünf Jahre verpflichten. Schweizern ist der Dienst in der Legion verboten.

Er wurde in den letzten Tagen von einem Militärarzt untersucht. Brahima musste mindestens sechs Klimmzüge schaffen. Er hatte einen Computer-Test zu bestehen, um sein logisches Denken zu testen. All diese Tests hat Brahima bestanden.

Eine neue Identität

Jetzt folgt das entscheidende Bewerbungsgespräch mit einem Unteroffizier. Aber zuerst erhält Brahima seine neue Identität. Das ist obligatorisch.

Brahima stammt aus der Elfenbeinküste, ist eben 24 Jahre alt geworden. Vor 18 Monaten kam er nach Frankreich, illegal, ohne Pass. «Ich wollte in Frankreich eigentlich einen Schulabschluss machen. Weil ich illegal hier wohne, ist das nicht möglich. Dann sah ich ein Inserat der Fremdenlegion. Ich habe mich kundig gemacht. Nun bin ich hier.»

Der Kandidat im Verhör

Mit steifem Rücken sitzt Brahima auf seinem Hocker. Er ist angespannt. Immer wieder presst er die Hände zusammen. Konzentriert sich. Der Unteroffizier will wissen, ob Brahima zum ersten Mal Legionär werden will, ob er jemals Probleme mit der Justiz hatte.

Dann folgen Fragen zur Familie, wie und wo er in Frankreich untergekommen ist. Dann noch einmal die gleichen Fragen. Immer wieder.

Neue Freunde für Brahima

Brahimas Antworten sind plausibel. Man spürt, er fühlt sich seinem Ziel immer näher. Er beginnt von der Fremdenlegion zu träumen. «Ich suche die Herausforderung, will wissen, was es heisst, Kameraden zu haben. Die harte Ausbildung, die körperliche Anstrengung, der Teamgeist, das suche ich. Das habe ich bisher vermisst.»

Solche Worte wollen die Vorgesetzten hören. Brahima hat gut beobachtet und schnell gelernt. Der Unteroffizier hinter seinem Computer kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Erinnerungen werden wach. Vor fast 20 Jahren stand er vor der gleichen Herausforderung.

Die letzte Frage

«Wir sind alle gleich», erinnert sich der Unteroffizier: «Die Fremdenlegion; davon haben wir alle geträumt. 18 Jahre alt war ich damals. Die Legion war immer mein Ziel.» Ein letztes Mal muss Brahima mehrere Dokumente unterschreiben. Nun wird er aufgefordert, alle seine persönlichen Gegenstände abzugeben.

Eine letzte Frage des Unteroffiziers. Ob Brahima wirklich alles abgegeben habe? «Nein», so die Antwort, er habe ein Buch bei sich behalten. «Welches Buch?» Es heisse «Wie ich neue Freunde finde», erklärt Brahima. «Nichts einzuwenden», meint der Vorgesetzte und lehnt sich entspannt zurück.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kontext, 12. Juni 2017, 9:02 Uhr.

Sendung zu diesem Artikel


"Légion et Cinéma": Wayne, Belmondo, Van Damme au musée de la Légion étrangère

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Par Anne Elizabeth Philibert publié le 08/06/2017

Belmondo est l'un des légionnaires les plus connus au cinéma 

Belmondo est l'un des légionnaires les plus connus au cinéma © René Chateau Productions

La Légion étrangère et le cinéma, deux univers bien différents qui pourtant se côtoient souvent sur le grand écran. À Aubagne, le musée de la Légion étrangère accueille une exposition sur le 7e art. Ce voyage cinématographique où les soldats coiffés du képi blanc tiennent le rôle principal est à découvrir jusqu'au 27 Août. Dans l'imaginaire collectif, la Légion étrangère est synonyme d'aventure, d'exotisme, de virilité et de dépassement de soi. Le cinéma s'empare de ces valeurs dès 1895 pour faire voyager le spectateur dans les contrées les plus éloignées et les plus dangereuses sur les pas des légionnaires. Organisée par le Musée de la Légion étrangère à Aubagne, cette exposition temporaire invite à pénétrer dans l'univers de la Légion à travers le cinéma. L'occasion de redécouvrir les nombreux chefs-d'oeuvres du cinéma français et étranger. Certains ont même suscité des vocations puisque des militaires se sont engagés dans la Légion après avoir vu les films de Jean-Paul Belmondo ou Jean-Claude Van Damme. 

Reportage : M.Frey - P.Guigou

Les stars dans la peau des légionnaires

Le cinéma s'empare très vite du mythe du légionnaire et le traite sous différents angles.
Hollywood fait rêver le public avec notamment John Wayne dans "The three Musketeers" en 1933 puis Burt Lancaster en 1951 dans "Ten Tall Men". Mais le film qui restera gravé dans les mémoire est sans aucun doute "Morocco" interprété par l'inoubliable Gary Cooper aux côtés de la sublime Marlène Dietrich.

En France, c'est Fernandel, la star comique la plus connue à l'époque qui endosse pour la première fois à l'écran le treillis dans "Un de la Légion". Le film donne une belle image de l'esprit de camaraderie dans la Légion. D'autres grands noms du cinéma ont coiffé le képi blanc comme Alain Delon dans "L'Insoumis" en 1964. Mais celui qui incarne l'humour propre aux légionnaires est sans nul doute plus que l'humour potache et décalé des Charlots dans "Et vive la liberté", c'est Jean-Paul Belmondo dans "Les Morfalous" en 1984. Son personnage sert avec truculence les dialogues de Jacques Audiard, lequel avait, quelques années auparavant, signé les répliques devenues cultes d'un "Un taxi pour Tobrouk" avec Lino Ventura en 1961.

Extrait d’un dialogue de ”Un taxi pour Tobrouk” Samuel Goldmann (Charles Aznavour)

À mon avis, dans la guerre, il y a une chose attractive : c’est le défilé de la victoire. L’emmerdant, c’est tout ce qui se passe avant. Il faudrait toucher sa prime d’engagement et défiler tout de suite. Avant que ça se gâte…”

 

Au tout début des années 2000, Jean-Claude Van Damme devient l'un des meilleurs ambassadeurs de ces légionnaires forts, au corps ultra-musclé grâce au film "Légionnaire" tourné en 1998. 

Le capitaine Géraud, conservateur du musée de la Légion étrangère à Aubagne, ne s'en cache pas : toute cette filmographie contribue largement au mythe du légionnaire. Des films que l'on peut voir ou revoir en ce moment au cinéma l'Eden à La Ciotat.


Start-up : quand les jeunes entrepreneurs font appel aux seniors

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franceinfo, publié le lundi 05 juin 2017

Start-up : quand les jeunes entrepreneurs font appel aux seniors

Dans cette start-up de vente de matériel de bricolage en ligne, Didier de Stabenrath est un salarié comme les autres. À 59 ans, cet ancien officiel de la Légion étrangère est le doyen parmi ses collègues. Il est désormais chef des ressources humaines pour l'entreprise "ManoMano". Après l'armée, il rêvait de découvrir un milieu très différent. Un an après son embauche, il est ravi, tout comme son patron Philippe Dechanville. "Il apporte vraiment quelque chose de très différent. [...] Du recul et de la maturité au quotidien", rapporte le directeur de "ManoMano".

Un senior sur deux au chômage

Autre cas dans cette start-up spécialisée dans le développement personnel et le recrutement où Christian Thoudellet a également un côté vintage. Âgé de 61 ans, cet ancien cadre dirigeant a passé l'ensemble de sa carrière au sein de grandes entreprises. En intégrant cette start-up, il a dû renoncer à 70% de son salaire. Sans regret car il se sent en phase avec l'équipe malgré la différence d'âge. Pour son patron Jérémy Lamri, sa présente est un avantage pour l'entreprise et auprès des clients. Les entreprises qui embauchent des personnes de plus de 50 ans sont un phénomène encore difficile à évaluer. Aujourd'hui, un senior sur deux est au chômage.


Alexandre Zinoview : le quotidien de La Grande Guerre en peinture

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Par Marie Pujolas Publié le 27/05/2017

Tableau d'Alexandre Zinoview © France 3 / Culturebox / capture d'écran

 

L'artiste russe Alexandre Zinoview (1889-1977) n'est pas un artiste officiel missionné par une armée pour représenter une vision héroïque de la guerre. Engagé volontaire au sein de la Légion étrangère, il n'a jamais laissé ses crayons et ses pinceaux. L'Historial de la Grande Guerre de Péronne (Somme) consacre une exposition à cet artiste. A voir jusqu'au 10 décembre 2017.

Alexandre Zinoview est arrivé à Paris à l'âge de 19 ans en 1908. Il s'installe dans le quartier de Montparnasse et fréquente notamment Picasso, Foujita ou Diego Rivera. Il participe aux Salons et au bouillonnement artistique de l'époque. Mais il a une autre facette. Au service de la police secrète tsariste, il espionne les révolutionnaires russes en exil. Lorsque la Première Guerre mondiale éclate, il rejoint la Légion étrangère et se retrouve sur le front de Champagne. Il devient soldat mais reste surtout artiste. "Très tôt, il a décidé de documenter sa guerre, raconter l'histoire de cette guerre à travers son œil, un carnet intime, ses ouvres dessinées et peintes", explique Alexandre Sumpf, commissaire de l'exposition à l'Historial de la Grande Guerre de Péronne.

Corps déchiquetés, amputés, les gueules cassées

Contrairement aux artistes officiels des régimes, qui glorifient les soldats et les combats, Zinoview explore le quotidien et montre l'horreur. En 1915, les autorités françaises imposent aux Russes mobilisables de combattre sur le front Ouest ou en Russie. On leur propose notamment de rejoindre l'Ambulance Russe, patronnée par l'impératrice Alexandra. Zinoview s'y engage en tant qu'infirmier-interprète. Dans ses dessins et ses peintures, il représente les corps déchiquetés, amputés, les gueules cassées. "Il s'est nourri de son expérience de soldat et de cette confrontation directe à la blessure et à la mort. Ce qui n'est pas fréquent dans l'iconographie de la Première Guerre Mondiale, d’avoir ces représentations assez crues de membres déchirés", explique Cécile Pichon-Bohn, chargée de recherche au CNRS et commissaire de l'exposition.


Le CPOIA : des experts et des outils au profit de la communauté des opérations

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Deux militaires du 2ème REI de Nîmes périssent noyés lors d'un exercice dans la Marne

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Publié le 19/05/2017

Deux militaires ont péri noyés vendredi lors d'un exercice dans la Marne. Les deux victimes sont des légionnaires, selon le Sirpa Terre. Ils appartenaient au 2e Régiment étranger d'infanterie (REI) de Nîmes.

Les militaires avaient pris place dans une embarcation lors d'une "sortie cohésion canoë" organisée sur la Marne, et les noyades se sont produites "au niveau du barrage de Cumières", à proximité d'Epernay.

Selon le Codis de la Marne, l'alerte a été donnée à 10H53. Arrivés sur place, les secours ont très vite repêché le premier corps, avant de découvrir le second aux alentours de 13 heures. Une bonne trentaine de pompiers, dont des plongeurs, ont été acheminés sur place. Le commandement de la zone Est a indiqué qu'une enquête était "en cours". Les circonstances de l'accident restent à éclaircir.

Ils ont été un peu trop près du barrage je pense

"Ca s'est déroulé au niveau du barrage de Cumières", a raconté le maire de la commune, José Tranchant, qui s'est rendu sur place. "Les hommes remontaient le courant et puis, au lieu de faire demi-tour avant le barrage, ils ont été un peu trop près du barrage je pense. Et comme il y a des tourbillons... Deux hommes ont fait une erreur et deux autres ont essayé de les aider mais n'ont pas réussi".

C'est un piège, ce truc-là. Nous, on est du village, on sait très bien qu'il ne faut pas y aller, c'est dangereux

Selon le maire, cet accident n'est pas le premier du genre. "La dernière fois ça remonte à 5-6 ans, quelqu'un qui avait plongé...". "C'est un piège, ce truc-là. Nous, on est du village, on sait très bien qu'il ne faut pas y aller, c'est dangereux", a-t-il encore affirmé.

"Ces deux légionnaires étaient, l’un célibataire déclaré, l’autre père d’un jeune enfant," explique la Légion étrangère.

L'autopsie sera réalisée à l'Institut de recherche criminelle de la Gendarmerie Nationale, situé en région parisienne. Le 2e régiment étranger d’infanterie est stationné au quartier Colonel de Chabrières –ex quartier Vallongue- à Nîmes depuis son arrivée de Bonifacio en Corse en 1983.


3157 km sur un home-trainer : record battu pour Pascal Pich

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le 08 mai 2017

3157 km sur un home-trainer : record battu pour Pascal Pich

Pascal Pich a amélioré son propre record. @ Lionel BONAVENTURE / AFP

 

Il a parcouru cette distance en 144 heures sur un home-trainer, un vélo installé sur des rouleaux.

L'ultra-triathlète Pascal Pich a réussi son pari fou de battre le record des 6 jours sur un home-trainer : il a passé la ligne d'arrivée virtuelle lundi à la Foire de Paris avec 3157 km au compteur, sous les encouragements de Michel Drucker. "J'ai accéléré la dernière minute. Michel Drucker, qui est mon parrain sportif depuis longtemps, est venu pour l'arrivée et il a animé les derniers instants", a raconté Pascal Pich.

Quintuple champion du monde d'ultra-triathlon (distances multiples de l'Iron man), le Gardois de 53 ans a amélioré son propre record, qu'il s'était octroyé l'année dernière, également à la Foire de Paris (2878 km). Il a parcouru cette fois 3157,380 km en 144 heures sur un home-trainer (vélo installé sur des rouleaux), soit à peu près la distance qui relie Paris à Moscou.

Chez Drucker l'année prochaine ? L'ultra-champion, accompagné par la Légion étrangère qu'il a intégrée en janvier, a souffert d'une blessure à une fesse durant sa tentative et crevé trois fois ("les boyaux chauffent et finissent par exploser"). "Michel Drucker m'a lancé une invitation ! Il me propose de venir sur le plateau de 'Vivement dimanche' l'année prochaine pour une troisième tentative. Alors pourquoi pas, on verra", a dit Pascal Pich.

Le spécialiste de l'Iron Man (triathlon alliant 3,8 km de natation, 180,2 km à vélo et un marathon, soit une course de 42,195 km) a en ligne de mire un challenge ultime et inédit : réaliser un deca-Iron man, soit 38 km de natation, 1800 km à vélo et 423 km à pied, dix fois sur une année.


Pascal Pich fait Paris-Moscou en six jours, sur un vélo d'appartement

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Publié le 07/05/2017

Pascal Pich fait Paris-Moscou en six jours, sur un vélo d'appartement

Pascal Pich fait Paris-Moscou en six jours, sur un vélo d'appartement - © Tous droits réservés

"Il faut être un peu taré pour se dire: 'je vais pédaler pendant 6 jours sans bouger'. Il s'agit de faire 3000 bornes en 6 jours, mais pas sur la route. Et 3000 km c'est Paris-Moscou, alors partons à Moscou, je vous invite !", lance à l'AFP Pascal Pich en sueur sur son vélo statique installé sur des rouleaux.

Accro aux défis les plus dingues, Pascal Pich a pris le départ d'une ligne virtuelle mardi 2 mai à 14h30 pour accrocher un 11ème record à son palmarès: celui des 6 jours sur home-trainer, qu'il détient depuis un an (2878 km).

Sous le regard de Michel Drucker

Lundi à 14h30, le Gardois de 53 ans coupera la ligne sous le regard de son parrain sportif depuis de nombreuses années, la star de la télé Michel Drucker, avec, il l'espère, quelque 3300 km au compteur. Mais pourquoi, quand on est de la trempe des Iron Man (triathlon alliant 3,8 km de natation, 180,2 km à vélo et un marathon, soit une course de 42,195 km), auréolé de 5 titres de champion du monde en ultra-triathlon (distances multiples de l'Iron man), court-on sur un vélo d'appartement? "Ca me prouve qu'à 53 ans je peux encore faire du haut niveau. Tant que je peux réaliser des performances, je suis vivant. Et je n'ai toujours pas trouvé les limites de mon corps!"


En 1990, alors qu'il avait 26 ans, Pascal Pich avait repoussé ses limites pour la première fois avec un tout premier record: 10 heures de natation, 10 heures de vélo et 10 heures de course à pied. Aujourd'hui, il pédale sans relâche sur une estrade aux couleurs de la Légion étrangère, qu'il a intégrée (au titre de la réserve) en janvier - car la passion de l'ultra triathlon ne nourrit pas son homme. L'institution l'accompagne d'ailleurs dans ce challenge avec notamment 8 légionnaires qui se relaient non-stop pour pédaler avec lui sur un home-trainer.

Il faut déposer son cerveau au début et le récupérer à la fin

Sous le regard du public, également invité à partager son challenge sur un autre vélo placé à ses côtés, il transpire 20 heures par jour, fait quelques petites pauses pour se nourrir de fruits et de féculents et dormir 2 à 3 heures dans le hall 1 de la Foire de Paris. La plus grosse difficulté est psychologique. "Il faut déposer son cerveau au début et le récupérer à la fin. Si on commence à penser, on va droit dans le mur, car ce sont rarement des pensées positives", raconte-t-il.

Pour une bonne cause


Avec cette performance insolite, Pascal Pich espère récolter de l'argent pour l'association "Le courage de Julie", qui vient en aide aux enfants atteints d'une tumeur cérébrale cancéreuse. Mais aussi attirer l'attention sur cette discipline ultra confidentielle qu'est l'ultra-triathlon pour pouvoir réaliser son ultime défi: un deca-Iron man, soit 38 km de natation, 1800 km à vélo et 423 km à pied, à réaliser 6 fois sur une année. En bougeant cette fois!


Camerone à Castelnaudary chez les "Fortes Têtes" - 2017

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